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Kinder-Früherkennungsprogramm: KBV bietet Infomaterial für Praxen

23.03.2017 - Eine Informationskampagne zum Kinder-Früherkennungsprogramm hat die KBV gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen gestartet. „Gesund durch die ersten Lebensjahre – Früherkennungsuntersuchungen für Kinder“ lautet die Überschrift auf Plakaten und Flyern für das Wartezimmer. Ärzte können die Materialien kostenfrei bestellen.

Die Aktion soll über Vorteile und Chancen der Früherkennung informieren und Eltern motivieren, das Angebot für ihre Kinder zu nutzen. „Ärzte sind erste Ansprechpartner beim Thema Prävention“, betonte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister. „Mit dem erweiterten Kinder-Früherkennungsprogramm kommt insbesondere auch der primärpräventiven Beratung, bei der Ärzte die Eltern zu verschiedenen entwicklungsbezogenen Themen wie Ernährung, Bewegung und Medienkonsum informieren, eine wichtige Rolle zu.“

Patienteninformationen in mehreren Sprachen

Die KBV hat für die Wartezimmer der Arztpraxen diverse Informationsmaterialien erstellt: Ein Patienten-Flyer informiert darüber, was das Früherkennungsuntersuchungs-Programm für Kinder umfasst. Dabei wird zu jeder U-Untersuchung kurz erläutert, was der Kinder- und Jugendarzt oder Hausarzt zum jeweiligen Termin untersucht und mit den Eltern bespricht.

Der Flyer steht auch – in gekürzter Form – als Infoblatt in sechs Fremdsprachen zur Verfügung. Darüber hinaus weist ein Wartezimmerplakat aufmerksamkeitsstark auf das Vorsorge-Angebot hin. Für Ärzte gibt es außerdem eine Praxisinformation zum erweiterten Kinder-Früherkennungsprogramm.

Sämtliche Informationsmaterialien stehen hier bereit. Der Flyer liegt einer Teilauflage der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblatts bei (Heft 12/2017). Weitere Exemplare sowie das Wartezimmerplakat können Ärzte kostenfrei bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung oder per E-Mail bei der KBV bestellen (versand@kbv.de).

Untersuchungsinhalte überarbeitet

Die Infomaterialien berücksichtigen die mit der Neufassung der Kinder-Richtlinie überarbeiteten und konkretisierten Inhalte zu den Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9. Das erweiterte Angebot steht Eltern und deren Kindern seit Jahresbeginn zur Verfügung.

Neben der stärkeren Beachtung von psychosozialen Aspekten wurden beispielsweise die Merkmale überarbeitet, die bei der Beurteilung der Entwicklung eines Kindes helfen sollen. Für Neugeborene wurde zudem ein Screening auf Mukoviszidose eingeführt. Darüber hinaus wurde die Dokumentation im gelben Untersuchungsheft entsprechend der Neustrukturierung und Konkretisierung der Untersuchungsinhalte angepasst.

Neu im gelben Heft ist eine Teilnahmekarte, auf der die Untersuchung bestätigt wird. Eltern können damit bei entsprechenden Stellen einfach belegen, dass sie das Früherkennungsangebot für ihr Kind nutzen, ohne dabei die vertraulichen Informationen des Untersuchungsheftes weitergeben zu müssen.

Präventionsinitiative der KVen und der KBV

Die Aktionen zum Kinder-Früherkennungsprogramm sind Teil der Präventionskampagne, die die KBV zusammen mit den KVen 2010 gestartet hat. Ziel ist es, die Bevölkerung für die Prävention und Früherkennung von Krankheiten zu sensibilisieren und die Teilnahmeraten an Untersuchungen zu erhöhen. Schwerpunktthemen waren in der Vergangenheit unter anderem die Früherkennung von Hautkrebs, Impfen sowie die J1-Untersuchung für Jugendliche.

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