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IT-Strategie

KBV treibt Einführung der elektronischen Patientenakte voran

10.08.2017 - Einheitliche Standards für die elektronische Patientenakte fordert KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel. Es dürfe nicht sein, dass in den Arztpraxen unterschiedliche Akten verschiedenen Standards geführt werden müssen, warnte Kriedel in einem KV-on-Interview.

Die Einführung der elektronischen Patientenakte ist nach Darstellung von Kriedel eines der wichtigsten Vorhaben bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Zwar gebe es auch noch viele andere Anwendungen, aber derzeit setzten Parteien und Krankenkassen den Schwerpunkt auf die elektronische Patientenakte, sagte er. Deshalb bündle auch die KBV hier ihre Ressourcen.

KBV übernimmt Koordinierungsrolle

Kriedel kündigte an, dass die KBV bei der Einführung der Akte eine Koordinierungsrolle übernehmen wolle. Ziel sei es, „dass die vielen Patientenakten, die es wahrscheinlich geben werde, wenn jede Kasse eine herausgibt, dass die einen einheitlichen Standard haben“ und die Ärzte keinen zusätzlichen Aufwand hätten. Nur dann sei die Akte auch nutzbar.

Zu den vielen anderen Ansätzen, dies es neben der Akte gebe, zählten unter anderem Apps, Anwendungen, welche die Patienten auf ihrem Smartphone haben. Auch diese würden dann künftig „auf sichere Art und Weise mit der elektronischen Patientenakte verbunden werden müssen“, hob Kriedel hervor. Das seien alles Dinge, die in der nächsten Legislaturperiode anstünden.

Vorstand verabschiedet IT-Strategie

Der KBV-Vorstand und die Vertreterversammlung haben sich in ihrem Acht-Punkte-Programm dazu bekannt, die Digitalisierung zu fördern. Nach Angaben Kriedels hat der Vorstand inzwischen auch Eckpunkte für eine IT-Strategie und für die Patientenakte verabschiedet, die nunmehr mit der Selbstverwaltung abgestimmt werden sollen.

Elektronische Patientenakte

Die sektorenübergreifende elektronische Patientenakte soll ab dem Jahr 2019 zur Verfügung stehen. So sieht es der Zeitplan vor, den der Gesetzgeber mit dem E-Health-Gesetz vorgegeben hat. Versicherte können dann entscheiden, ob sie die Anwendung auf der elektronischen Gesundheitskarte nutzen und welche Daten in der Akte gespeichert werden sollen.

Die Gesellschaft für Telematik (kurz gematik) soll bis Ende 2018 die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Patientendaten aus bereits vorhandenen Dokumentationen in einer elektronischen Patientenakte bereitgestellt werden können. Dazu zählen Befunde, Arztbriefe, der Medikationsplan sowie medizinische Dokumente wie Impfpass oder Mutterpass, die die Patienten ihren Ärzten zur Verfügung stellen können.

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