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Stand 11.06.2020

Telematikinfrastruktur

Telematikinfrastruktur: Datenautobahn für das Gesundheitswesen

Die Telematikinfrastruktur (TI) soll alle Beteiligten im Gesundheitswesen wie Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken, Krankenkassen miteinander vernetzen. Die Online-Kommunikation zwischen einzelnen Akteuren - beispielsweise mittels elektronischer Arztbriefe oder Telekonsile - soll nur noch über die TI laufen.

Ein wesentliches Ziel ist es, dass medizinische Informationen, die für die Behandlung von Patientinnen und Patienten benötigt werden, schneller und einfacher verfügbar sind. Oberste Priorität hat dabei die Datensicherheit.

VSDM ist Pflicht

Alle Praxen müssen laut Gesetz die erste Anwendung der TI, das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM), durchführen können. Praxen, die das nicht tun, wird das Honorar um 2,5 Prozent gekürzt (siehe § 291 Absatz 2b Satz 14 SGB V). 

Aktuelles

Anwendungen in der TI

Das VSDM ist nur der Einstieg in die TI: Das Anlegen und Speichern eines medizinischen Notfalldatensatzes auf der elektronischen Gesundheitskarte (NFDM), der elektronische Medikationsplan (eMP) und die elektronische AU-Bescheinigung (eAU) sollen demnächst hinzukommen. Weitere Anwendungen werden folgen. mehr

gematik GmbH

Die gematik GmbH ist für den Aufbau, Betrieb und die Weiterentwicklung der TI verantwortlich. Gesellschafter sind das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie die Spitzenverbände des deutschen Gesundheitswesens, darunter die KBV, die Bundesärztekammer, der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der Deutsche Apothekerverband.

Telematikinfrastruktur: Service-Serie

Rechtsgrundlagen

Vereinbarung zur Finanzierung der Telematikinfrastruktur (nach 11. Änderungsvereinbarung)

Vereinbarung zur Finanzierung und Erstattung der bei den Vertragsärzten entstehenden Kosten im Rahmen der Einführung und des Betriebes der Telematikinfrastruktur gemäß § 291a Abs. 7 Satz 5 SGB V
Vertragsdatum: 14.12.2017
Fassung vom: 20.03.2020
Inkrafttreten: 01.04.2020
Vereinbarung zur Finanzierung der Telematikinfrastruktur (nach 11. Änderungsvereinbarung) (PDF, 144 KB)

Anlage 4a - Vereinbarung zum Inhalt und zur Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte

Vertragsdatum: 22.04.2008
Inkrafttreten: 01.01.2019
Anlage 4a - Vereinbarung zum Inhalt und zur Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte (PDF, 85 KB)

Anwendung der eGK - Technische Anlage zu Anlage 4a

Anwendung der eGK - Technische Anlage zu Anlage 4a
Vertragsdatum: 27.05.2014
Inkrafttreten: 17.04.2018
Anwendung der eGK - Technische Anlage zu Anlage 4a (PDF, 381 KB)

Begriffserklärungen

eHBA - Elektronischer Heilberufsausweis

Der elektronische Heilberufsausweis ist eine Chipkarte für Ärzte, Psychotherapeuten, Apotheker und künftig auch Angehörige anderer Gesundheitsberufe. Er weist den Träger zweifelsfrei als Angehörigen der jeweiligen Berufsgruppe aus.

Der elektronische Heilberufsausweis wird benötigt für die Identifizierung des Inhabers im elektronischen Netz. Mit ihm kann auch eine rechtssichere elektronische Unterschrift erstellt werden: die qualifizierte elektronische Signatur (QES).

Der elektronische Heilberufsausweis für Ärzte wird über die Landesärztekammern ausgegeben, für Psychotherapeuten ist die Landespsychotherapeutenkammer zuständig. Dort erhalten Interessenten auch alle weiteren Informationen, zum Beispiel zur Antragstellung und zu den Kosten.

gSMC-K - Gerätespezifische Security Module Smartcard, Typ Konnektor

Die gSMC-K ist die den Konnektor innerhalb der Telematikinfrastruktur eindeutig identifizierende fest verbaute Gerätekarte.

gSMC-KT - Gerätespezifische Secure Module Card vom Typ Kartenterminal

Die gSMC-KT ist die das eHealth-Kartenterminal identifizierende versiegelte Gerätekarte und stellt eine dauerhafte Verbindung des Kartenterminals mit dem Konnektor sicher.

HSM-B - Hardware Security Module, Typ B

Der HSM-B ist funktional äquivalent zur SMC-B, kann aber höhere Anforderungen an die Verarbeitungsgeschwindigkeit erfüllen.

KT - Kartenterminal

Zu unterscheiden ist zwischen stationären und mobilen Kartenterminals (MobKT). Onlinefähige stationäre Kartenterminals der Telematikinfrastruktur werden auch eHealth-Kartenterminals genannt. Sogenannte eHealth-BCS-Kartenterminals, teilweise auch BCS-Kartenterminals genannt, sind nicht für die Online-Anbindung an die Telematikinfrastruktur geeignet.

MobKT - Mobiles Kartenterminal

Das mobile Kartenterminal kommt hauptsächlich außerhalb der Vertragsarztpraxis – z.B. bei Hausbesuchen oder Behandlungen in Heimen – zum Einsatz. Es soll dem Leistungserbringer ermöglichen, außerhalb seiner Vertragsarztpraxis die Versichertenstammdaten seiner Patienten zu Abrechnungszwecken von der elektronischen Gesundheitskarte zu erfassen. Mobile Kartenterminal arbeiten ausschließlich im Offline-Betrieb und sind daher nicht mit der Telematikinfrastruktur verbunden.

QES - Qualifizierte elektronische Signatur

QES ist eine rechtssichere elektronische Unterschrift, die für einige medizinische Anwendungen zwingend erforderlich ist.

SMC-B - Secure Module Card, Typ B (Praxisausweis)

Die SMC-B ist ein Schlüsselspeicher für die privaten Schlüssel, die eine Einheit oder Organisation des Gesundheitswesens (z.B. Praxis, Apotheke, Krankenhaus) ausweisen.

Diese Schlüssel dienen als Ausweis gegenüber der eGK und gegenüber anderen Komponenten der Telematikinfrastruktur.